Klassische Überwachungssysteme haben eine strukturelle Schwäche, die selten offen angesprochen wird. Ein Operator sitzt vor mehreren Monitoren und steuert eine schwenkbare Kamera - er wählt einen Ausschnitt, richtet ihn auf einen bestimmten Bereich aus und wartet. Das Problem dabei: Niemand kann im Voraus wissen, wo in den nächsten Minuten etwas Relevantes passieren wird. Der Operator entscheidet sich für einen Blickwinkel, weil er ihn im Moment für wahrscheinlich hält - und genau in dieser Entscheidung liegt das Risiko. Passiert das Ereignis ausserhalb des gewählten Ausschnitts, wird es schlicht nicht gesehen. Bis die Kamera nachgeführt ist, ist der entscheidende Moment oft bereits vorbei.
Diese Einschränkung wird mit zunehmender Anzahl an Kameras und Monitoren nicht kleiner, sondern grösser. Wer zwischen mehreren Bildschirmen wechselt, verliert zwangsläufig den Überblick über das, was auf den anderen gerade geschieht. Aufmerksamkeit ist begrenzt, und ein System, das auf einzelne, vom Menschen gewählte Ausschnitte angewiesen ist, überträgt diese Begrenzung direkt auf das Ergebnis.
Unser Ansatz löst genau dieses Problem an der Wurzel. Statt eines beweglichen Kameraausschnitts wird der gesamte umgebende Raum gleichzeitig erfasst - rundum, in Echtzeit, ohne dass vorab eine Blickrichtung gewählt werden muss. Es gibt damit keinen Bereich mehr, der "gerade nicht im Bild" ist. Was passiert, wird erfasst, unabhängig davon, aus welcher Richtung es kommt oder ob jemand in diesem Moment gerade dorthin geschaut hat.
Das verändert die Rolle des Operators grundlegend. Er muss nicht mehr vorausahnen, wohin die Kamera als Nächstes zeigen sollte. Stattdessen kann er sich innerhalb des vollständig erfassten Raumes frei bewegen, jederzeit die Blickrichtung wechseln und auch im Nachhinein einen Bereich betrachten, der im Moment des Geschehens nicht im Fokus stand. Nichts geht verloren, weil nichts von vornherein ausgeschlossen wurde.
Für den Einsatz vor Ort stehen unterschiedliche Bauformen zur Verfügung - von einer stationären Einheit auf ausziehbarem Stativ über eine fahrzeug- oder motorradgestützte Variante, die bereits während der Anfahrt Daten liefert, bis hin zu einer kompakten, tragbaren Einheit für den unauffälligen Einsatz. Alle Varianten arbeiten autark und sind unabhängig von bestehender Infrastruktur einsetzbar.
Die Übertragung der Rundumaufnahme erfolgt zuverlässig auch unter schwierigen Bedingungen. Das System prüft selbstständig, welche Übertragungswege verfügbar sind, und wechselt bei Bedarf automatisch zwischen ihnen - ob Satellit, Mobilfunk oder lokales Netz. Fällt ein Weg aus, bleibt die Verbindung über einen anderen bestehen. Empfangsseitig können mehrere berechtigte Personen gleichzeitig und unabhängig voneinander auf denselben Raum zugreifen - jede und jeder wählt die eigene Blickrichtung, ohne sich gegenseitig einzuschränken, dargestellt auf Grossleinwand, im VR-Headset oder auf einem gewöhnlichen Bildschirm.
Für den Betrieb lässt sich das System fest installieren, etwa im Leitstand oder für Trainingszwecke in einer Halle, oder mobil einsetzen - als Anhänger, Abrollcontainer oder selbstfahrende Einheit, jeweils vollständig energieautark.
Wir liefern und integrieren diese Systeme entsprechend Ihrem Bedarf - angepasst an die konkrete Infrastruktur und Situation vor Ort.
